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Spam sorgt für Stau auf der Datenautobahn

Momentan leidet der weltweite E-Mail-Verkehr unter erheblichen Spam-Wellen. Sie tauchen aus dem Nichts auf, wie die Staus, die sich in den Städten zur Rush-Hour bilden. Ein Unterschied allerdings ist, dass man mit den Staus zu festen Zeiten rechnen kann, mit den Spam-Wellen hingegen nicht. Webhoster weltweit reagieren bereits und spendieren ihren Mail-Servern mehr Rechenleistung, um die plötzlich kommende Spam-Flut irgendwie verkraften zu können und den regulären Betrieb aufrecht zu erhalten.

Leider sind die Spam-Wellen so unberechenbar wie das Wetter im April. Mal treten sie schlagartig auf und heben den Traffic um das Doppelte an, mal nur sehr langsam und weniger stark ausgeprägt. Auch die Frequenz ist unterschiedlich, was gezielte Vorsorge erschwert. Fakt ist jedoch, dass diese Spam-Wellen von offenbar nur wenigen Urhebern ausgehen, die über enorme Bot-Netzwerkskapazitäten verfügen und somit in Windeseile solch einen gewaltigen Traffic verursachen können. Doch nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität nimmt zu. Konnten die Mailserver bis vor kurzem noch etliche Zustellversuche unterbinden, da sie es mit einer unbekannten Empfängeradresse konfrontiert wurden, dürfte sich das heute als schwieriger gestalten. Es seien immer mehr E-Mails festzustellen, deren Absenderadressen zu den Provider-Domains der gekaperten Absender-PCs passen. Damit haben es die Filtersysteme der Empfänger schwer, denn sie gehen von einer ihnen tatsächlich bekannten E-Mail-Adresse aus.

Somit dürfte es für Mail-Provider in Zukunft also immer schwieriger werden, gegen diese geballte kriminelle Energie anzukommen. Doch auch die Provider sind nicht untätig. So entwickeln auch sie stetig neue Systeme und Algorithmen um den Internet-Gangstern die Arbeit möglichst zu erschweren. Langfristig betrachtet wird es jedoch immer ein Katz- und Maus-Ziel ohne Gewinner bleiben. Der Verlierer hingegen steht jedoch fest: Die E-Mail-Nutzer, die sich jeden Tag aufs Neue mit einer solchen Fülle von Spam-Mails auseinanderzusetzen haben.

 

Spam durch Botnetzwerke – Die unsichtbare Bedrohung

Wohl niemand will Teil eines Bot-Netzwerkes sein, doch viele sind es schon unwissend. Gerade deutsche PC-Nutzer sind immer wieder ein beliebtes Ziel der Kriminellen.
Botznetzwerke sind hinterlistig. Man bemerkt sie oft erst dann, wenn es zu spät ist oder auch gar nicht. Durch Malware mit der sich der eigene Rechner über verseuchte Webseiten oder Spam-Mails infiziert, wird der Botznetzwerk-Virus auf den PC gebracht. Ist es erst einmal einsatzfähig, so wird der eigene Computer Teil des Botnetzwerkes und versendet ungewollt und unkontrolliert Spam. Auch sonstige Daten Kontodaten, E-Mail-Adressen, Passwörter und vieles mehr kann über den Virus abgezweigt werden.
Für die Kriminellen ist dieses Verfahren allerdings sehr komfortabel, da die Möglichkeiten aufzufliegen äußerst gering sind. Ihre Spur verläuft sich nämlich im World Wide Web, da sie ja andere Server und private Rechner in ihrem Dienst arbeiten lassen. Herauszufinden, wie, wann und wo sich der Rechner infiziert hat ist also viel zu kompliziert und auch deshalb ist das Verfahren für Kriminelle so attraktiv.

Um nicht selbst aus Versehen Teil dieses Netzwerks zu werden, empfiehlt es sich unseriös wirkende Webseiten zu meiden und auch nicht auf Links in potentiellen Spam-Nachrichten zu klicken. Hier empfiehlt es sich außerdem auch vorzusorgen und einen so genannten Spamfilter zum Schutz vor Spam und Viren zu installieren. Dieser sorgt dafür, dass Spamnachrichten gar nicht erst beim Empfänger ankommen, sondern vorher schon in einer Quarantäne gesammelt und somit unschädlich gemacht werden.
Also Augen auf – Botnetzwerke sind nicht tot!

botnetwork

 

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Intelligenter Strom durch Cloud-Computing

Was nützt einem eigentlich die Solaranlage auf dem Dach, wenn mal wieder schlechtes Wetter ist? Und wenn die Sonne dann doch kräftig scheint – mittags zum Beispiel – dann ist mal wieder niemand da, der den ganzen produzierten Strom verbrauchen kann – Stopp. Das muss schon bald nicht mehr so sein, sind sich Forscher der TU Braunschweig einig.
Zwischenspeicher für die hauseigenen Solarsysteme sind mittlerweile keine Neuheit mehr, doch leider stehen die Speicher die meiste Zeit des Tages ungenutzt im Keller rum. Kommt man nämlich abends von der Arbeit wird erstmal der Fernseher angeschaltet, der Geschirrspüler verrichtet nach dem Abendessen seinen Dienst und auch die Lampen erhellen das Haus. All das bedeutet zugleich, dass der über den Tag gespeicherte Strom schnell wieder verbraucht ist. Doof nur, wenn durch die draußen schon langsam einsetzende Dämmerung kein neuer Strom mehr dazu kommt. Die Folge: Der Speicher bleibt die meiste Zeit des Abends, die komplette Nacht und einen Großteil des nächsten Morgen leer. Das alles hat also nicht wirklich viel mit intelligenter Energiespeicherung zu tun.

 

Der Oldenburger Energieanbieter EWE möchte dagegen nun etwas unternehmen und arbeitet gemeinsam mit der TU Braunschweig und anderen Partnern an einem Konzept, wie man die über den Tag produzierte Energie besser nutzen könnte. Ihr Ergebnis: Sie wollen mittels Cloud Computing neun Haushaltsspeicher und drei Industrie-Batteriepakete miteinander vernetzen. Aus den vernetzten Einzelspeichern soll dann ein virtueller Gesamtspeicher entstehen. Freie Kapazitäten werden durch das System automatisch erfasst und den Versorgern angeboten. Damit könnten bald zumindest die über den Tag nicht genutzten Strommengen verbraucht werden, die ein Speicher alleine gar nicht aufnehmen könnte.
Schon interessant wozu Cloud-Computing mittlerweile in der Lage ist. Man darf gespannt sein, ob das Prinzip bald serienreif ist.

Der Cloud-Markt wächst ungebremst und kein Ende in Sicht

Normalerweise hat man es nicht gerne wenn sich Wolken vergrößern. Dann sitzt man entweder im Schatten oder kann sich auf einen heftigen Regenguss einstellen. Anders ist es jedoch mit der digitalen Wolke. Cloud-Computing ist mittlerweile in vielen Bereichen unseres Alltags zu Hause.

Ob wir nun Musik streamen oder über unser Smartphone die Heizung zu Hause einfach mal um ein paar Grad herunterdrehen – Cloud Computing erleichtert unser Leben enorm, deshalb sollten wir uns freuen, dass die Technologie wohl auch in den nächsten Jahren ungebremst wachsen wird.

 

Bereits 2013 wurden immerhin schon beachtliche 4,4 Mrd. Euro in Deutschland mit Cloud-Lösungen umgesetzt. In den nächsten beiden Jahren legte der Markt dann deutlich von 4,4 auf 6,4 Mrd. also um 39% und von 2014 bis 2015 von 6,4 auf 8,8 also nochmalige 34% zu! Bei solch heftigen Steigerungen lässt sich schon erkennen, wie wichtig die Cloud-Computing-Branche zukünftig für die deutsche Wirtschaft werden könnte, denn dort sehen die Prognosen nämlich ebenfalls gut aus. Im Jahr 2016 wird der Sektor abermals um 30% wachsen, sagen Prognosen einer BITKOM-Expertengroup voraus. Bis zum Jahr 2019 soll sich der Markt dann insgesamt auf ein Umsatzvolumen von unglaublichen 19,8 Mrd. Euro vergrößert haben!

Ich freue mich über diese Entwicklung sehr, denn jetzt können wir auch weiterhin gespannt sein, welche Lebensbereiche die Cloud noch alles erleichtern wird.